Jahreslosung 2018

Römischer Brunnen

 

 

Gott spricht: Ich will dem Durstigen geben
von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst.
Offenbarung 21, 6

 

Es geht hier um unseren Durst nach Leben, unsere Sehnsucht nach Liebe
Ein Suchtberater erwähnte drei Fragen, die Suchtkranke eher negativ beantworten:
1) Bin ich satt geworden, früher und heute?
2) Bin ich willkommen gewesen?
3) Genüge ich, mir selbst und anderen?

Unser Durst nach Leben soll gestillt werden, auch unsere Sehnsucht nach Liebe.
Nicht umsonst haben wir Christen, katholische und evangelische gleichermaßen, ein Wasserfest. Die Taufe hat es mit Wasser zu tun, dem Leben spendenden Element.
Jesus stillt den Lebensdurst der Menschen, die an ihn glauben. Wer seine Liebe annimmt, kann getrost eigene Defizite zugeben. Unser Glaube hilft uns zu erfahren, dass unsere Sehnsucht erfüllt wird.

Es ist wie bei einem römischen Brunnen: In der Mitte steigt unsichtbar das Wasser hoch. Es fließt oben in die erste, kleinste Schale. Diese wird gefüllt. Über ihren Rand ergießt sich das Wasser in die nächste Schale. So geht es weiter: jede Schale nimmt Wasser auf und gibt es weiter.
So könnte unser Leben als Christen auch sein: wir werden beschenkt und geben weiter, wir werden geliebt und können lieben.
 
Ich wünsche uns für das Jahr 2018,
dass wir die Kraft des Glaubens als stärkend und erfrischend erfahren,
dass Gott unserem Mangel abhilft und unsere Sehnsucht stillt.
dass wir wie eine Wasserschale, die nimmt und gibt,
den Strom der Liebe weiterleiten.

Dekanin Dorothea Richter