KMD Marius Popp in den Ruhestand verabschiedet

Viel Wehmut und jede Menge Emotionen gab es beim Abschieds-Gottesdienst von Marius Popp. Der hochgeschätzte Kirchenmusikdirektor wurde nach 20 Jahren als Dekanatskantor im Ev.-Luth. Dekanatsbezirk Kronach-Ludwigsstadt in den Ruhestand verabschiedet.
„Das ist für mich ein schwerer Tag, nach einer solch wunderbaren Zeit“, meinte Marius Popp sichtlich bewegt, begleitet von durch das Kirchenschiff donnernden warmen Applaus.
„Sie sind ein Kirchenmusiker mit Herz und Seele, der nicht einfach nur Musik macht, sondern sie lebt“, würdigte Dekan Dr. Markus Müller, der auch die kirchliche Entpflichtung des 66-Jährigen aus seinem Amt vornahm. Der Abschied sei ein besonderer Moment für den ganzen Dekanatsbezirk Kronach-Ludwigsstadt. Mit seinen ergreifenden, unvergesslich bleibenden Auftritten und Konzerten habe Popp die Kirchenmusik im Dekanat auf ein hohes Niveau geführt und ein Alleinstellungsmerkmal geschaffen. Für all dies sei man sehr dankbar. Obwohl ein Abschied immer einen Umbruch darstelle, sei damit auch stets ein Neuanfang verbunden.

Großer Applaus beim Abschiedsgottesdienst

Seine Beliebtheit und die ihm zuteilwerdende Wertschätzung verdeutlichten auch die Grußworte – allen voran das von Pfarrer Achim Gerber vorgelesene Dankschreiben von Dorothea Richter. „Es bleiben Spuren in der Region“, zeigte sie sich sicher und dankte insbesondere auch seiner Ehefrau Susanne Popp für die großartige Unterstützung. Die Grüße des Landkreises übermittelte stellvertretender Landrat Bernd Steger sowie der Stadt Kronach 1. Bürgermeisterin Angela Hofmann. Beide bescheinigten ihm, mit seinen Musikprojekten die Menschen berührt zu haben. „Ihre Begeisterung hat Wellen geschlagen“, bekundete die Bürgermeisterin.
Das Präsidiumsmitglied der Dekanatssynode, Horst Moser, erinnerte sich zurück, wie er damals bereits bei der Einstellung des Dekanatskantor mitgewirkt habe und auch bei dessen Einführung dabei war. Gerne habe er diesen über einen Zeitraum von 20 Jahren begleitet. Namens des Kirchenvorstands würdigte Susanne Bächer den Kirchenmusikdirektor als Macher, Netzwerker und Visionär, der Sänger und Solisten zusammengebracht habe und unter dessen Regie die Chöre einen großen Aufschwung genommen hätten. „Der Bolero bei der Silvester-Gala war die Wucht“, stellte sie heraus. Musikalisch umrahmt wurde der Gottesdienst natürlich von Marius Popp selbst an der Orgel sowie seinen Chören, die von der Empore herab die „Messe des Friedens“ als Mitmach-Messe gemeinsam mit der Kirchengemeinde zum Klingen brachten.
Den anschließenden Empfang beim Gemeindehaus nutzten zahlreiche Weggefährten, um sich für die schöne gemeinsame Zeit zu bedanken.

Den Dank des Dekanats-Chors brachte Ilona Ruf zum Ausdruck sowie der Kirchenband und des Kindergottesdienst-Teams Christine Schnelle. „Du hast uns gelehrt, nicht nur mit der Stimme, sondern mit der Seele zu singen“, verdeutlichte Ruf namens des Chores.

Dekanatschor übergibt ein BildDekanatschor übergibt ein Bild

Der Schriftsteller Ingo Cesaro erinnerte an sieben gemeinsame Kunstgottesdienste mit Orgel-Improvisationen und bedachte Popp - als kleines Geschenk - mit einem Künstlerbuch aus Wellpappe, das dessen Namen ziert. Das Pfarramtsteam überreichte lustige Geschenke mit Noten bedruckt, darunter ein Dirigentenstab.