Sieben-Wochen-Kur zur Entschleunigung

"Augenblick mal! Sieben Wochen ohne ­Sofort." Unter diesem Motto steht die diesjährige Fastenaktion der evangelischen Kirche. Von Aschermittwoch, 1. März, bis Ostersonntag, 16. April, lädt die Fastenaktion dazu ein, mal durchzuatmen und Pause zu machen. 

Die Ungeduld gilt als ein Symbol der Moderne. Man darf vieles verlieren, nur nicht die Zeit. "7 Wochen Ohne" möchte deshalb eine Kur der Entschleunigung anbieten. Zeit, den Menschen im anderen zu sehen, etwa in der Schlange im Supermarkt, auch wenn man es eilig hat. Zeit, wenn etwas schiefgeht, nicht gleich loszupoltern, sondern noch mal durchzuatmen.

Das Plakat zur Fastenaktion 2017.

Und es heißt auch: nicht sofort aufgeben. Wenn es nicht mehr weitergeht, einmal Pause machen, eine Tasse Tee trinken, nachdenken. Zeit, den Dingen und sich selber eine zweite Chance zu geben.

Dieses Innehalten hat uns Gott ganz am Anfang in unsere Zeitrechnung geschrieben: Den siebten Tag segnete der Schöpfer und ruhte. Dazu sind wir auch eingeladen, jede Woche: Gottes Zeit feiern, bevor es wieder Alltag, wieder spannend wird. Mal nicht funktionieren, nicht Maschine sein, sondern Mensch.

Das musste sich übrigens auch die fleißige Marta von Jesus sagen lassen: Sie hatte ihre Schwester Maria angemault, weil die nicht in der Küche half, sondern mit Jesus rumsaß und sich unterhielt. Und Jesus sagte: "Maria hat den guten Teil erwählt."

Greifen auch Sie zu:
Augenblick mal! Sieben Wochen ohne Sofort.