Ebersdorf

Kirchengemeinde Ebersdorf

Pfarramt und Büro:
Lärchenweg 5
96337 Ebersdorf

Öffnungszeiten Büro: Dienstag 15.00 – 17.00 Uhr
Sekretärin: Anja Zwosta
Tel. 09263 209
E-Mail: pfarramt.ebersdorf@elkb.de

Pfarrer:
Dr. Hans-Peter Göll
Hauptstraße 78
96332 Pressig
Tel. 09265 271
E-Mail: hans-peter.goell@elkb.de

Kirche: St. Maria-Magdalena-Kirche (Magdalenenkirche)

 

Kirchengemeinde Ebersdorf

Das Gebiet der Kirchengemeinde Ebersdorf deckt sich mit dem Gebiet des Dorfes Ebersdorf. Ebersdorf ist ein Ortsteil der Stadt Ludwigsstadt. Die Zusammenarbeit mit den Kirchengemeinden Lauenstein, Ludwigsstadt und Steinbach an der Haide ist sehr eng, besonders im Bereich der Arbeit mit Konfirmanden/Konfirmandinnen und Jugendlichen. Sehr intensiv ist die Arbeit mit Kindern in der Gemeinde. Ein Seniorenkreis trifft sich regelmäßig. Im Dorf arbeiten wir oft mit dem Gesangverein, der Blaskapelle und dem Kindergarten zusammen.

Die Gemeinde hat ca. 450 Gemeindeglieder. Gemeindekirche ist die St. Maria-Magdalena-Kirche (Magdalenenkirche), eine Markgrafenkirche (www.markgrafenkirche.de). Gottesdienste finden sonntäglich um 09.00 Uhr statt. Die Gemeinde besitzt ein Gemeindehaus, das zum Teil 2021 renoviert wurde. Weitere Renovierungsarbeiten sind geplant.

Bildrechte beim Autor

 

Kirche Ebersdorf innen
Bildrechte Dr. Göll

 

Wochensprüche

18. Februar 2024, 1. Sonntag der Passionszeit: Invokavit
Dazu ist erschienen der Sohn Gottes, dass er die Werke des Teufels zerstöre.
(Der erste Brief des Johannes 3,8b)

 

25. Februar 2024, 2. Sonntag der Passionszeit: Reminiszere
Gott erweist seine Liebe zu uns darin, dass Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren.
(Der Brief des Paulus an die Römer 5,8)

 

Liebe Schwestern und Brüder,

vom Teufel und seinen Werken zu reden, fällt in unserer, wie auch in anderen Zeiten, nicht schwer. Man kann, und das ist verständlich, Gewalt und unmenschliches Tun als Werke des Teufels sehen. Man kann, und da wird es problematisch, das, was mich an anderen Menschen an sich oder an ihrem Tun stört, als Werk des Teufels verurteilen und bekämpfen. Das kann bis dahin gehen, dass Menschen „verteufelt“ werden. Sie werden in einer Weise beschimpft, die ihnen die Würde als Menschen raubt, sie werden mit körperlicher Gewalt bedroht oder wirklich tätlich angegriffen. Bei Demonstrationen muss man manchmal befürchten, dass es dazu kommt. Auch Menschen, die uns fremd sind, werden manchmal so behandelt, weil man ihnen „teuflische“ Taten zutraut oder unterstellt.

Will man von „Werken des Teufels“ sprechen, muss man also sehr vorsichtig sein, sondern werden die eigenen Worte und Taten unmenschlich. Deshalb muss, bevor von „Werken des Teufels“ gesprochen wird, das bedacht und in den Blick genommen werden, was stärker als die „Werke des Teufels“ ist: die Liebe Gottes und der Sohn Gottes.

Die Liebe Gottes ist die Macht, die uns vor den „Werken des Teufels“ schützt. Wenn Gott uns so schützt, dann schützt er zuerst uns selbst davor, „Werke des Teufels“ zu tun. Wenn Gottes Liebe auf uns einen starken Eindruck macht, wenn sie uns prägt, dann wirkt sie in uns Liebe zu unseren Mitmenschen. Diese Liebe hindert uns, unseren Mitmenschen Schaden zuzufügen, und stärkt uns, ihnen Gutes zu tun. Das muss sich besonders in Situationen bewähren, in denen wir uns unserseits angegriffen, verletzt oder zurückgesetzt fühlen oder in denen wir stark angetrieben sind, unseren Vorteil “um jeden Preis“ durchzusetzen. In gleicher Weise kann Gottes Liebe auch auf andere Menschen wirken und sie daran hindern, an uns „Werke des Teufels“ zu tun.

Gottes Liebe wirkt zuerst und entscheidend durch seinen Sohn Jesus Christus. Seine Liebe hat ihn dazu gebracht, selbst Mensch zu werden. Das hören und singen wir an Weihnachten. Er ist Mensch geworden, um uns Menschen vor-zuleben, wie stark seine Liebe ist und wie sie auf Menschen wirkt. Damit hat er Menschen verändert und zur Liebe zu Gott und den Menschen bewegt. Seine Liebe hat Menschen aber auch dazu gebracht, sich dagegen zu wehren, allen Menschen mit Liebe zu begegnen. Sie hielten das für einen Angriff auf ihre Selbst-Gerechtigkeit. Ihre Ablehnung wurde zum Hass und bewog sie, Gottes Sohn zu töten. Als Mensch in Jesus Christus erlitt Gott selbst die „Werke des Teufels“.

An Jesus Christus zeigte Gott, dass seine Macht, die Macht der Liebe, stärker ist als die „Werke des Teufels“. Seine Liebe schenkte Jesus Christus ein unzerstörbares Leben. Das hören und singen wir in der Passionszeit und an Ostern. Das ist unsere Hoffnung, usnere Lebensperspektive, die uns stark macht gegen die „Werke des Teufels“, solche, die wir selbst tun könnten und solche, die wir erleiden.

Hans-Peter Göll, Pfarrer

 

Weltgebetstag 2024

Gemeinsames Gebet – eine Gratwanderung

Die Liturgie des Weltgebetstages 2024 wurde von Palästinensischen Christinnen erarbeitet.

Die Diskussion über den Weltgebetstag 2024 zu Palästina war in Deutschland schon vor den unfassbaren Terrorakten der Hamas am 7. Oktober 2023 und den Militäreinsätzen Israels im Gazastreifen schwierig und teils polarisiert: Kann man für Palästina beten, ohne sich damit gegen Israel zu stellen? Wir haben diese Frage mit einem eindeutigen Ja beantwortet. Angesichts der neuen Situation haben wir aber eine Bearbeitung der Gottesdienstordnung beschlossen. Diese Kontextualisierung wiederum wird von manchen im In- und Ausland als Zensur oder gar Verrat an den palästinensischen Geschwistern gesehen. Dazu nimmt der WGT-Vorstand wie folgt Stellung:

Im Einklang mit den internationalen WGT-Leitlinien ist es das zentrale Anliegen des deutschen Weltgebetstages, die Stimmen der palästinensischen Christinnen bei uns zu Gehör zu bringen, die die Gottesdienstliturgie für den Weltgebetstag am 1. März 2024 entwickelt haben. Dazu ist von uns wie jedes Jahr auch umfangreiches begleitendendes Informationsmaterial erarbeitet worden. Seit Oktober waren und sind wir intensiv mit verschiedenen Akteur*innen im kirchlichen und politischen Raum im Gespräch, wo ein Weltgebetstag zu Palästina seit dem 7. Oktober teils noch kritischer oder sogar als antisemitisch und antiisraelisch gesehen wird. Gegen diesen Verdacht verwahren wir uns in aller Deutlichkeit.

Die aus gutem Grund für Deutschland geltende Solidarität mit Israel erschwert es vielen Menschen, die Stimmen palästinensischer Christinnen zu hören und ihre Erfahrungen wahrzunehmen; eine Tendenz, die sich nach dem 7. Oktober noch verstärkt hat. Viele Diskussionen, aber auch Rückmeldungen mit besorgten Fragen aus Kirchengemeinden, Institutionen und Verbänden haben uns Anfang November bewogen, die Gottesdienstordnung zunächst zurückzuziehen, um sie den Leitlinien des internationalen WGT entsprechend mit erläuternden Kommentaren zu ergänzen und die Perspektive stellenweise zu weiten. Damit wollen wir der aufgeheizten Debatte und dem sensiblen Verhältnis deutscher Christ*innen zu Israel und Palästina Rechnung tragen. Wir wollen keine weitere Polarisierung, sondern möglichst vielen Menschen den Weg ebnen zum gemeinsamen Gebet für Palästina und Israel - für Frieden im Nahen Osten. Auch im Sinne des WGT-Mottos 2024 „…durch das Band des Friedens“.

Gleichzeitig wissen wir, dass wir uns damit auf einer Gratwanderung befinden. Denn die Diskussion weltweit verläuft anders als in Deutschland. Das spiegelt sich auch in unseren Gesprächen der letzten Wochen, präsent und online, mit Vertreterinnen des palästinensischen Komitees und des in den USA angesiedelten internationalen WGT-Komitees. Hier stößt das Arbeiten an der Gottesdienstliturgie teils auf Unverständnis oder Ablehnung. Hat sich die Situation doch nicht nur in Gaza, sondern auch im Westjordanland und in Ostjerusalem dramatisch verschlechtert und ist der Alltag noch mehr von Gewalt geprägt als schon zuvor.

Angesichts dessen sind wir uns bewusst, dass es insbesondere für unsere Gesprächspartnerinnen vom nationalen WGT-Komitee in Palästina nur schwer nachvollziehbar ist, dass sich die Sicht auf den Weltgebetstag bei uns entscheidend verändert hat. Sie fragen uns, ob die von ihnen erarbeitete Liturgie etwa „ein Fehler“ war oder antisemitisch ist? Nein, das ist keineswegs der Fall. Und doch versuchen wir mit der derzeit stattfindenden Kontextualisierung auch die Diskussion in Deutschland aufzunehmen – damit die Stimmen unserer palästinensischen Geschwister von möglichst vielen Menschen in den Gottesdiensten am 1. März gehört und im Gebet mitgetragen werden.

Die neu gedruckte Gottesdienstordnung, neue Plakate und Karten, das neue Einladungsblatt und die Spendentüten sind ab Anfang Januar 2024 erhältlich.

Vorstand des Weltgebetstages der Frauen in Deutschland

Stein bei Nürnberg, 13. Dezember 2023

Ebersdorf
Wir feiern Gottesdienste in der Magdalenenkirche


Sonntag, 18. Februar 09:00 Uhr: Gottesdienst
Sonntag, 25. Februar 09:00 Uhr: Gottesdienst
Freitag, 01. März 19.00 Uhr: Gottesdienst zum Weltgebetstag
Sonntag, 03. März 09:00 Uhr: Gottesdienst